LANG LEBE ISRAEL!


AM ISRAEL CHAI!
Kundgebung
Zur Unterstützung des Kriegs gegen den Terror
Samstag, 22. Juli 2006
Ab 14.30 Uhr auf dem Jahnplatz in Bielefeld
Kaum hat der Krieg angefangen, kaum daß sie begriffen hätten, worum es geht, schon wollen die Europäer wieder mit ihren „Frie-denstruppen“ dazwischengehen, um ihn vorzeitig zu beenden. Ha-ben die Europäer etwa Angst davor, daß Israel diesmal nicht nur seine Macht demonstrieren, sondern den Krieg gewinnen will? Ha-ben sie Angst davor, daß sie ihre Rolle als „neutrale Vermittler“ ver-lieren, wenn Israel seine Feinde besiegt hat, so daß kein Gegenpart mehr da ist für den „Dialog“ zwischen Juden und Antisemiten, den Europa so gerne moderiert hätte? Wenigstens haben sie gemerkt, daß Israel diesmal nicht mehr so leicht zu beschwichtigen ist, daß die israelischen Streitkräfte jetzt den Auftrag haben, zu Ende zu bringen, was die „internationale Gemeinschaft“ nur auf dem Papier zu realisieren bereit war: die Entwaffnung der Todfeinde Israels, Hamas und Hizbullah. Frühestens wenn dieses Kriegsziel erreicht ist, dürfen die Blauhelme kommen.
Die Europäer werden begreifen müssen, daß ihr Appeasement nicht mehr angesagt ist. Die gesamten 1990er Jahre über hatte Isra-el mit den Palästinensern über eine „Zweistaatenlösung“ verhandelt. Ergebnis: eine erneute Terroroffensive, die sogenannte 2. Intifada, durch die zwischen September 2000 und Mai 2006 999 Israelis getö-tet wurden; 642 kamen mit schweren, 940 mit mittleren und 5263 mit leichten Verletzungen davon. Als ihre Opfer hatten sich die palästi-nensischen Antisemiten gezielt Zivilisten ausgesucht, von denen es so viele wie möglich umzubringen galt: Kinder, die es im Schulbus, Familien oder Jugendliche, die es im Cafe oder in der Disko erwisch-te.
Vor sechs Jahren zog Israel seine Truppen aus dem Süden Li-banons zurück. Vor einem Jahr räumte Israel seine Stellungen und Siedlungen in Gaza. Die Räumung der Westbank war für das kom-mende Jahr angekündigt. Ergebnis: Hizbullah und Hamas feierten Israels Zugeständnisse, für die ihnen keine Gegenleistungen abver-langt wurden, jeweils als Sieg ihres „bewaffneten Widerstands“ und verwandelten die ihnen in die Hände gefallenen Gebiete in Militärba-sen, von wo aus sie Städte im Norden und Süden Israels mit selbst-gebauten bzw. aus Syrien und Iran importierten Raketen terrorisie-ren.
Sämtliche Resolutionen des UN-Sicherheitsrats, welche die Entwaffnung der Terrororganisationen verlangten, blieben unbeach-tet. Die Mehrheit der Palästinenser in den Autonomiegebieten und die schiitische Minderheit in Südlibanon belohnten den fortgesetzten, ungehinderten Terror bei Wahlen, indem sie der Hamas die Regie-rungsmacht und der Hizbullah Ministerposten verschafften.
Nach den Entführungen und nicht nachlassenden Raketenan-griffen im Juni und Juli ist die Zeit für unernste Verhandlungen, ein-seitige Zugeständnisse und wirkungslose Resolutionen jetzt abge-laufen. Israel will sich von einer „internationalen Gemeinschaft“, die viel redet und wenig tut, nicht nochmal zur Zurückhaltung drängen lassen und die Zerschlagung von Hamas und Hizbullah, die den Staat der Juden vernichten wollen, aus eigener Kraft bewältigen.
Die jüngsten Angriffe von Hamas und Hizbullah waren offen-sichtlich so unverschämt, daß sogar das friedliebende Europa Israel das Recht zugestehen mußte, sich gegen den antisemitischen Ter-ror zu verteidigen. Nun ist Israel Mitglied der Vereinten Nationen, und das Recht zur Selbstverteidigung wird ihm schon durch das so-genannte Völkerrecht eingeräumt. Eine zusätzliche „Erlaubnis“ von den Europäern wäre daher überflüssig, hätte das „Zugeständnis“ nicht etwas ganz anderes im Sinn: Es wird nur gegeben, um es gleich wieder zurücknehmen zu können. Israel dürfe sich zwar selbst verteidigen, meinen die europäischen Oberlehrer, aber nur in „an-gemessener“ Weise. Die gegenwärtige israelische Militäroffensive in Gaza und Libanon sei aber „unangemessen“. Das ist typisch für das europäische Appeasement, daß sie Israel ein „Recht“ zugeben, aber nur unter der Bedingung, daß es dieses nicht in Anspruch nimmt.
Nun wird die Politik Israels ganz zu recht mit strengen morali-schen Maßstäben gemessen. Denn Israel ist nicht nur die einzige Demokratie im Mittleren Osten. Auch im weltweiten Vergleich kann sich der junge und bedrängte Staat der Juden mit den ältesten und gefestigtsten demokratischen Gesellschaften, die die Menschheit bisher in Amerika und Europa hervorgebracht hat, messen. Statisti-ken wie jene, daß in Israel, gemessen an der Zahl der Bevölkerung, jährlich die meisten Bücher und wissenschaftlichen Aufsätze welt-weit veröffentlicht werden, belegen diesen Sachverhalt immer wie-der. Von einer Gesellschaft, die ein solches wirtschaftliches, techni-sches und geistiges Niveau erreicht hat wie die israelische, erwartet man auch moralische Höchstleistungen.
Aber wie stellen sich die Europäer eine angemessene Reaktion auf den nicht enden wollenden Vernichtungskrieg gegen Israel vor? Wie soll sich ein Volk zur Wehr setzen, das, als es noch keinen Staat besaß, von den Deutschen und ihren europäischen Hilfstrup-pen ausgerottet werden sollte, und das, seit der Staatsgründung, sich zuerst in mehreren Kriegen gegen die vereinten Angriffe seiner arabischen Nachbarstaaten und dann gegen den islamistischen Ter-ror behaupten mußte? Und jeder weiß, daß auch die gegenwärtigen Gefechte nur ein Stellvertreterkrieg sind, daß Hamas und Hizbullah ihre Waffen und Anweisungen aus Damaskus, letztlich aus Teheran empfangen, von jenen Ayatollahs und Revolutionswächtern, die die Vernichtung der europäischen Juden leugnen und mit einem atoma-ren Holocaust vollenden wollen. Meinen die Europäer vielleicht, der Krieg gegen diese noch im Hintergrund agierenden Mächte sei zu vermeiden, indem Israel schon gegenüber deren Handlangern die Waffen streckt?
In Wirklichkeit haben sie gar keine Vorstellung davon, wie sich Israel „angemessen“ verteidigen sollte. Sie träumen lediglich davon, daß sich der Judenstaat seinem Schicksal kampflos ergibt. Denn in Wirklichkeit, und wie Umfragen immer wieder belegen, teilen die Europäer ja die Ansichten der Herren Mashal, Nasrallah, Assad, Khamenei und Ahmadinejad, daß Israel ein „Krebsgeschwür“ im Mittleren Osten sei, und daß es keinen Frieden geben könne, solan-ge Israel existiert. Die Europäer drücken sich nur etwas gewählter aus, wenn sie sagen, daß „Israel die größte Gefahr für den Weltfrie-den“ darstelle, meinen damit aber genau dasselbe.
Die Deutschen, die für sich in Anspruch nehmen, aufgrund ihrer Geschichte eine besondere Sensibilität in Sachen Völkerrecht und Völkermord herausgebildet zu haben, kennen noch ein anderes, typisch deutsches „Argument“, um an die israelische Politik die strengsten moralischen Kriterien anzulegen: Weil die Juden den Ho-locaust durchlitten hätten, müßten doch auch sie ein ebensolches Feingefühl wie die Deutschen erworben haben und jeder Form von Gewalt abschwören. Nur eine „gewaltfreie“ Selbstverteidigung Isra-els wird von den Deutschen als „angemessen“ anerkannt.
Für deutsche Antisemiten ist ein jüdisches Volk, das über einen Staat und eine schlagkräftige Armee verfügt, um sich selbst zu ver-teidigen, ein reiner Albtraum. Einem Tagesschau-Sprecher wurde schon „schwarz vor Augen“ bei dem Gedanken, daß jenes Israel, welches gerade Krieg gegen Hamas und Hizbullah führt, „Atomwaf-fen besitzt“. Aber was einen deutschen Nachrichtenmoderator und Fernsehzuschauer das Fürchten lehrt, ist für die Bevölkerung Israels die beste Lebensversicherung. Die Juden haben nämlich nicht das-selbe aus der Geschichte gelernt wie die Deutschen. Sie haben ge-lernt, daß sie sich nicht wehrlos abschlachten lassen, und daß sie, wenn sie überleben wollen, auf keinen Fall auf eine „internationale Gemeinschaft“ vertrauen dürfen, die selbst vom Wahn des Antisemi-tismus getrieben oder vom Wahn des Appeasement gelähmt ist. Das jüdische Volk kann sich nur verteidigen, wenn es sich selbst vertei-digen kann.
Das, die Quintessenz des Staates Israel, ist der Schluß, den die Juden aus der Geschichte gezogen haben. Im Staat Israel, seinen Atomwaffen inklusive, materialisiert sich ihre historische Erfahrung.
Hände weg von Israel!


Krieg dem Antisemitismus!
Veranstalter: Gruppe 8. Mai Bielefeld